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    Praxisgemeinschaft

    Die Praxisgemeinschaft ist in der Terminologie des Medizinrechts keine Berufsausübungsgemeinschaft. Die in ihr verbundenen Ärzte teilen sich – zumeist in einem Vertrag über eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts geregelt – nur die Nutzung bestimmter sächlicher und personeller Mittel. Gegenüber  der Kassenärztlichen Vereinigung und gegenüber dem Patienten sind sie jeweils allein Vertragspartner.

    Eine gemeinsame Patientendatenverwaltung ist unzulässig, weil auch für die Ärzte der Praxisgemeinschaft untereinander der Grundsatz der ärztlichen Schweigepflicht gilt. Weder haften die Praxisgemeinschaftler gemeinsam, noch erzeugen sie gemeinsame Gewinne und Verluste.

    Bei Erstellung des Praxisgemeinschaftsvertrages kann die anwaltliche Moderation und Formulierung, insbesondere durch Fachanwälte für Medizinrecht, hilfreich sein.