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Sonderbedarfszulassung

Die Voraussetzungen einer Sonderbedarfszulassung sind medizinrechtlich im Sozialgesetzbuch V und in der Bedarfsplanungsrichtlinie geregelt und müssen jeweils konkret ermittelt werden. Sonderbedarfszulassungen setzen die Darlegung eines lokalen oder qualifikationsbezogenen (zusätzlichen) Versorgungsbedarfs voraus. 

Zuständig ist der für den erstrebten Vertragsarztsitz zuständige Zulassungsausschuss, nach Widerspruch der Berufungsausschuss. Die Zulassungsgremien oder die von ihnen angehörte Kassenärztliche Vereinigung ziehen Erkundigungen ein, um die tatsächliche Bedarfslage anhand von Wartelisten und Wartezeiten bei den bereits zugelassenen Leistungserbringern zu erhellen. Der Antragsteller ist aber gut beraten, anwaltlich unterstützt auf eigene Faust zum Sonderbedarf zu ermitteln und vorzutragen. Sonderbedarfszulassungen sind nämlich – neben Nachbesetzungen – gerade für den Berufsanfänger in der Regel der einzige Zugang zur selbständigen vertragsärztlichen Berufsausübung in seinem Fachgebiet.

Wir führen als Fachanwälte für Medizinrecht seit Jahren ständig Sonderbedarfszulassungsverfahren für Ärzte und Psychotherapeuten aller Fachrichtungen und wissen daher, dass diese für den Antragsteller von existenzieller Bedeutung sind. Zum Erfolg kann derartige Anträge nur führen, wer besondere Kenntnisse der Versorgungssituation und Erfahrung im Vortrag vor den Zulassungsgremien hat. Deshalb sollte trotz der damit einhergehenden Kosten eine qualifizierte fachanwaltliche Unterstützung in Anspruch genommen werden. Das gilt ganz besonders vor dem Berufungsausschuss, zumal dem Antragsteller die gesamten Kosten des Widerspruchsverfahrens einschließlich seiner Anwaltskosten erstattet werden, wenn der Widerspruch Erfolg hat.