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Zulassung von Psychotherapeuten

Die Approbation berechtigt den Psychotherapeuten bzw. den Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zur Ausübung der Heilkunde. Will der approbierte Psychotherapeut nun gesetzlich Versicherte behandeln und über die Kassenärztlichen Vereinigungen mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, so muss er in das bei der Kassenärztlichen Vereinigung geführte Psychotherapeutenregister eingetragen und vom Zulassungsausschusszur Teilnahme an der vertragspsychotherapeutischen Versorgung zugelassen oder ermächtigt werden.

Die Zulassung, die auf einen Vertragspsychotherapeutensitz bezogen ist, vermittelt die umfassende Berechtigung zur vertragspsychotherapeutischen Versorgung; sie verpflichtet den Psychotherapeuten, eine bestimmte Anzahl von Sprechstunden anzubieten, sich fortzubilden und insgesamt die vertragspsychotherapeutischen Vorschriften zu beachten.

Damit die flächendeckende Versorgung bzw. die Bedarfsdeckung mit psychotherapeutischen Leistungen sichergestellt wird, sind die Kassenärztlichen Vereinigungen in einer komplexen Pyramide von Selbstverwaltungsorganen, Gremien und Ausschüssen verpflichtet, eine Bedarfsplanung zu erstellen, stetig anzupassen und umzusetzen.

Ausgehend von sogenannten Verhältniszahlen zwischen Bürgern und benötigten Psychotherapeuten wird nach der Bedarfsplanungsrichtlinie Ärzte/Psychotherapeuten in Planungsbereichen der Bedarf ermittelt. Sowie Überversorgung eintritt, werden Zulassungssperren für den jeweiligen Planungsbereich angeordnet.

Wo Zulassungssperren bestehen, kann ein Facharzt/Psychotherapeut nur zugelassen werden, wenn er den Zulassungsgremien einen ausnahmsweisen Sonderbedarf trotz Überversorgung darstellen kann.