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Schwundberechnungen

An jeder Hochschule kommt es zu Studienabbrüchen, Fachwechseln oder Hochschulwechseln einzelner Studierender. Die Kapazitätsverordnungen schreiben vor, dass dies in der Kapazitätsberechnung zu berücksichtigen ist.

Wenn aufgrund solcher Entwicklungen zu erwarten ist, dass die Zahl der Abgänge an Studierenden in höheren Fachsemestern größer ist als die Zahl der Zugänge, ist die Aufnahmekapazität des ersten Fachsemesters zu erhöhen.  

Die Erstellung einer Schwundberechnung ist entbehrlich, wenn es der Hochschule gelingt, in den höheren Fachsemestern frei werdende Studienplätze kontinuierlich wiederzubesetzen. In diesen Fällen nimmt die Zahl der Studierenden in den höheren Fachsemestern nicht ab, es entsteht gegenüber den Lehrenden in den höheren Fachsemestern kein Entlastungseffekt und es muss aus diesem Grund keine Erhöhung der Studienanfängerzahl erfolgen.

Wenn es einen Schwund gibt, ist Maßstab der Erhöhung die sogenannte Schwundquote, die in einem gesonderten Teil der Kapazitätsberechnung, der sogenannten Schwundberechnung, ermittelt wird.

Die Hochschulen können sich bei Erstellung der Schwundberechnung, die sachverständige Prognostik ist, auf einen recht weiten Beurteilungsspielraum berufen.

Dies ändert allerdings nichts daran, dass die Schwundberechnungen, die in der Regel nach dem sogenannten "Hamburger Modell" erstellt werden, in den vor dem Verwaltungsgericht ausgetragenen Streitigkeiten zwischen Studienbewerbern und Hochschulen immer wieder heiß umkämpft sind.

Dabei geht es um Detailfragen, wie die den Schwundberechnungen zugrunde zu legenden Stichtage oder den Umgang mit Beurlaubten oder mit von den Gerichten vorläufig zugelassenen Studierenden.

Die Rechtsanwälte Dr. Rüping & Partner mbB beschäftigen sich seit Jahren im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit und in den vor den Verwaltungsgerichten anhängigen gerichtlichen Verfahren mit solchen Fragen und stehen den Universitäten und sonstigen Hochschulen insoweit als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

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