•  

    Praxiskaufvertrag

    Mit der Praxisnachfolge wird beim Praxisverkauf eine Zulassung trotz bestehender Überversorgung ermöglicht. Da die Praxisnachfolge als Ausnahme von der Zulassungssperre den vom Vertragspsychotherapeuten erarbeiteten goodwill im Lichte der Art. 12 und 14 GG schützen will, ist die Existenz eines tatsächlichen Praxissubstrats und dessen vertragsgestützte Übergabe Voraussetzung der Nachfolgezulassung.

    Der Praxiskaufvertrag sollte dem Rechnung tragen, auch wenn er den Zulassungsgremien zumeist nicht mehr vorgelegt werden muss. In dem von Rechtsanwältin Dr. Uta Rüping mitverfassten Buch über „Abgabe, Kauf und Bewertung psychotherapeutischer Praxen“ finden sich Hinweise zur Gestaltung des Kaufvertrages; eine Anpassung auf den jeweiligen Einzelfall ist unerlässlich.