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Bedarfsplanung und Zulassung

Die Approbation berechtigt den Arzt oder Psychotherapeuten zur Ausübung der Heilkunde. Will der approbierte Arzt oder Psychotherapeut aber gesetzlich Versicherte und damit die Mehrzahl der Deutschen behandeln und über die Kassenärztlichen Vereinigungen mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, so muss er Facharzt oder Psychotherapeut sein, in das bei der Kassenärztlichen Vereinigung geführte Arzt- bzw. Psychotherapeutenregister eingetragen und vom Zulassungsausschuss zur Teilnahme an der vertragsärztlichen oder vertragsychotherapeutischen Versorgung zugelassen oder ermächtigt werden.

Die Zulassung, die auf einen Vertragsarztsitz bezogen ist, vermittelt die im Facharztgebiet umfassende Berechtigung zur vertragsärztlichen Versorgung; sie verpflichtet den Arzt, eine bestimmte Anzahl von Sprechstunden anzubieten, an der notärztlichen Versorgung teilzunehmen, sich fortzubilden und insgesamt die vertragsärztlichen Vorschriften zu beachten.

Damit die flächendeckende Versorgung sichergestellt wird und nicht zu viele Ärzte in einen ruinösen Wettbewerb miteinander geraten, sind die Kassenärztlichen Vereinigungen in einer komplexen Pyramide von Selbstverwaltungsorganen, Gremien und Ausschüssen verpflichtet, eine Bedarfsplanung zu erstellen, stetig anzupassen und umzusetzen.

Ausgehend von sogenannten Verhältniszahlen zwischen Bürgern und benötigten Ärzten bzw. Psychotherapeuten wird nach der auch für Psychotherapeuten geltenden Bedarfsplanungs-Richtlinie in Planungsbereichen der Bedarf für jede Fachgruppe ermittelt. Sowie Überversorgung eintritt, werden Zulassungssperren für den jeweiligen Planungsbereich angeordnet.

Wo Zulassungssperren bestehen, kann ein Facharzt/Psychotherapeut nur zugelassen werden, wenn er den Zulassungsgremien das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Sonderbedarfszulassung trotz Überversorgung darstellen kann. Die Unterstützung durch einen Fachanwalt für Medizinrecht ist empfehlenswert.

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